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In diesen schwierigen Zeiten, da die Priener Mannschaften in der Kreisliga und A-Klasse am Tabellenende vor sich hin dümpeln, ist es vielleicht eine Aufmunterung, den Blick auf die Senioren zu richten.
Es ist das zweite Jahr, dass es eine Kreismeisterschaft der Senioren gibt. Im Vorjahr gab es nur zwei ernsthafte Bewerber: Prien und Brannenburg (von insgesamt vier Mannschaften, davon zwei vom SC Prien). Brannenburg gewann gegen Prien und damit den Titel.
In diesem Jahr spielen sechs Mannschaften mit, darunter (mindestens) vier mit ernsthaften Ambitionen: Prien, Pang Rosenheim, Trostberg und der Titelverteidiger Brannenburg. Dies sieht man schon an der durchschnittlichen DWZ, die bei den ersten drei genannten Mannschaften immerhin bei ca. 1.700 liegt (bei allerdings nur vier Spielern).
Vier Spieler pro Mannschaft bedeutet, dass frühe Remisen unerwünscht sind, weil sie den Druck auf die anderen stark erhöhen: Jeder Verlust kann schon die Entscheidung sein. Also wird gekämpft und das Mannschaftsergebnis stärker im Auge behalten.
Die Priener Mannschaft hatte da bisher einen Vorteil. Mit Herbert Klausecker hat sie einen Spieler, der nicht nur mit 3 aus 3 glänzt, sondern auch alle Partien sehr schnell gewann. Das war natürlich ein gewaltiger Vorteil. Nur einmal gaben wir einen Punkt ab, gegen Trostberg. Der einzige Wettkampf, in dem ein Priener Spieler seine Partie verlor.
Ansonsten wurde drei Mal gewonnen, zuletzt mit 3,5:0,5 gegen den Titelverteidiger Brannenburg. Das war wichtig, um nicht nur den ersten Verfolger abzuschütteln, sondern auch Pang nach Brettpunkten auf Distanz zu halten. Denn leider wurde die Meisterschaft etwas verfälscht, weil in der ersten Runde Trostberg gegen Pang wegen Terminproblemen nicht antreten konnte und damit kampflos 0:4 verlor. So hoch hätte Pang normalerweise nicht gewonnen - wenn überhaupt.
Prien dagegen hatte einer Terminverlegung gegen Brannenburg zugestimmt, um eine faire Entscheidung am Brett zu ermöglichen.
Vor der letzten Runde führt Prien mit zwei Punkten und einem Brettpunkt vor Pang. In der letzten Runde im Januar stehen sich diese beiden Mannschaften in Rosenheim gegenüber. Prien hat den leichten Vorteil, dass man “nur” ein 2:2 zum Titelgewinn benötigt.
Für Prien spielten bisher Dr. Dürr, Bräutigam, Klausecker, Roth, Seufert-Heyne sen. und Fraschke. Details zu den Resultaten sind auf der Internet-Seite des Kreisverbandes einzusehen.
22. 12. 2011 / Dr. Dürr
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